Neu als Führungskraft: Erfolgreich starten und 7 Fallstricke vermeiden

Als neue Führungskraft musst du mit einer Vielzahl an Herausforderungen zurechtkommen. Du musst Verantwortung übernehmen, schwierige Entscheidungen treffen und alle Mitarbeiter effizient einsetzen. Abgesehen von den neuen Aufgaben kommen oftmals noch hoher Druck und gestiegene Erwartungen hinzu. Viele Nachwuchsführungskräfte sind davon anfangs überfordert. Doch nicht alles muss so schwierig sein, wenn du gerade neu als Führungskraft gestartet bist.

Wir stellen dir in unserem Artikel die besten Grundlagen und Tipps für Führungsnachwuchskräfte vor. So kannst du den Anforderungen deiner neuen Rolle voll und ganz gerecht werden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Führungsposition geht mit viel Verantwortung einher. Du musst in der Lage sein, hohem Druck standzuhalten und schwierige Entscheidungen zu treffen. Insbesondere neue Führungskräfte unterschätzen hierbei zum Einstieg die vielen Herausforderungen.
  • Der erste Eindruck prägt oftmals den weiteren Verlauf der ganzen Beziehung. Trete deswegen professionell und selbstbewusst auf. Achte ebenfalls auf eine ruhige Ausstrahlung, lasse deine Mitarbeiter ausreden und bringe ihnen den nötigen Respekt entgegen.
  • Wenn du neu als Führungskraft beginnst, darfst du nicht die typischen Fehler machen. Gehe nicht zu viele große Veränderungen auf einmal an, setze auf eine transparente Kommunikation und definiere Ziele gemeinsam mit deinem Team, um hohe Motivation zu fördern.
  • Du solltest nicht vergessen, weiter an dir selbst zu arbeiten. Entwickle deinen persönlichen Führungsstil und nutze alle verfügbaren Führungsinstrumente. Hole dir ebenfalls Feedback von Mitarbeitern und anderen Führungskräften ein.

Was sind die Herausforderungen einer neuen Führungskraft?

Viele Menschen planen bereits zu Beginn ihrer Karriere ihren Weg vom Mitarbeiter zur Führungskraft ein. Sie möchten sich dadurch persönlich sowie beruflich weiterentwickeln und dem Unternehmen zu mehr Erfolg verhelfen. Einige unterschätzen jedoch den Einstieg in diese neue Rolle – neu als Führungskraft durchzustarten, kann herausfordernd sein.

Du musst nämlich mit einigen Veränderungen rechnen:
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Rollenwechsel & Akzeptanz

Der Übergang vom Kollegen zum Vorgesetzten erfordert eine Neujustierung der Beziehungen. Distanz ist notwendig, ohne unnahbar zu wirken.

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Delegation statt Mikromanagement

Aufgaben müssen abgegeben werden, um eigene Überlastung zu verhindern und alle Potenziale von Teams und Mitarbeitern zu fördern.

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Kommunikation & Vertrauen

Aufbau von Vertrauen durch ehrliche Kommunikation, aktives Zuhören und das Zeigen von Wertschätzung sind in einer Führungsposition unabdingbar.

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Emotionales Management

Überwindung des sogenannten „Imposter-Syndroms” (Zweifel an den eigenen Fähigkeiten) und ein offener Umgang mit Konflikten im Team.

Verantwortung für Entscheidungen

Neue Führungskräfte müssen von Anfang an ihre ersten Entscheidungen treffen und im Anschluss auch dazu stehen können.

Das sind aber nur einige ausgewählte Beispiele zu den unterschiedlichen Anforderungen an eine Führungsrolle. Wenn du als neue Führungskraft erfolgreich durchstarten möchtest, musst du noch weitere Grundlagen beherrschen und vor allem auf den ersten Eindruck achten.

Gestalte deinen Einstieg in deine neue Rolle souverän & mit den richtigen Werkzeugen an Bord!
Gestalte deinen Einstieg in deine neue Rolle souverän & mit den richtigen Werkzeugen an Bord!

Neu als Führungskraft? Der erste Eindruck kann entscheidend sein!

Die erste Orientierung in einer neuen Leitungsfunktion ist besonders schwierig. Du musst mit vielen neuen Aufgaben jonglieren und bei deinen Mitarbeitern einen positiven ersten Eindruck hinterlassen. Wir entscheiden nämlich innerhalb weniger Sekunden, wie sympathisch uns ein Mensch ist, ob Kollege oder Vorgesetzter. Es geht um den psychologischen Halo- oder Horn-Effekt.

Dieser zeichnet sich unter anderem durch folgende Aspekte aus:

Der Ersteindruck wird innerhalb von Sekunden gemacht

Ein dominantes Merkmal überstrahlt oft alle anderen Merkmale

Stereotypen, Klischees und eigene Erfahrungen spielen eine Rolle

Der Effekt hat eine langanhaltende Wirkung auf die Beziehung

Reflektiere Auftritt und Wirkung.
Reflektiere Auftritt und Wirkung.

Wenn du also neu als Führungskraft beginnst, solltest du umso mehr auf deinen ersten Eindruck achten. Kleide dich professionell, trete selbstbewusst auf und kommuniziere ruhig, präzise und respektvoll. Zu steril darfst du aber auch nicht wirken – eine gute Balance ist meistens die beste Strategie.

Darüber hinaus gibt es so einige Fallstricke, die du als neue Führungskraft zu meistern hast. Wir stellen dir im weiteren Artikel vor, wie du den Erwartungen gerecht wirst und Fehler vermeidest.


Typische Fehler und praktische Tipps, wie du sie vermeiden kannst

Die effiziente Führung von Teammitgliedern lernt niemand von heute auf morgen. Wenn du jedoch die typischen Fallstricke kennst und auf eine gute Vorbereitung setzt, kannst du deinen Start deutlich einfacher gestalten. Achte dabei vor allem auf die folgenden Themen bzw. Fehler.

Zu viele radikale Veränderungen auf einmal

Wenn du gerade neu als Führungskraft startest, möchtest du frische Ideen oder Strukturen einbringen, um den Erfolg zu steigern. Manchen neuen Chefs geht es jedoch ausschließlich darum, sich auf Teufel komm raus nur vom Vorgänger abzugrenzen. Viel wichtiger ist aber eine nüchterne Betrachtung, was derzeit funktioniert und wo es Verbesserungspotenziale bei der Zusammenarbeit gibt.

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Tipp: Verschaffe dir einen Überblick zur aktuellen Situation. Lerne von deinem Vorgänger, welche Erfolge erreicht und welche Fehler gemacht wurden. Beziehe anschließend alle betroffenen Mitarbeiter in Veränderungen mit ein, sodass du niemanden überforderst oder vom eigentlichen Arbeiten abhältst. Bei größeren Changes solltest du auf professionelles Veränderungsmanagement setzen.

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Schwache und sporadische Kommunikation

Die anfängliche Orientierung kann auf neue Führungskräfte fast schon ein wenig überwältigend wirken. Viele vergessen dabei, wie wichtig die Kommunikation mit den Mitarbeitenden in einer Organisation ist. Sie ist entscheidend für den ersten Eindruck und schafft die Grundlage für hohes Vertrauen zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten. Schwache Kommunikation fördert hingegen Misstrauen.

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Tipp: Effektive Kommunikation kann mehrere Themen umfassen. Direkte Vieraugengespräche sind ideal zum ersten Kennenlernen, während regelmäßige Updates zu Projekten, zur Teamleistung oder zur Organisation die Vertrauensbasis weiter stärken. Biete allen Mitarbeitenden eine offene Tür und ein offenes Ohr an und führe dank bewährter Gesprächsstrategien durch die Unterhaltung.

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Unrealistische Ziele von oben herab gesetzt

Führungskräfte müssen manchmal schwierige Entscheidungen treffen, ohne dabei alle Interessen berücksichtigen zu können – das gehört zum Leadership dazu. Unrealistische Ziele vom Top-Level haben jedoch eine andere Wirkung. Sie senken die Motivation, schaffen unnötige Konflikte und zeugen von niedrigem Respekt gegenüber allen betroffenen Teammitgliedern.

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Tipp: Realistische Ziele sind die Basis für eine hohe Motivation im Team. Sie müssen die Interessen beider Seiten widerspiegeln: die des Unternehmens und die tatsächliche Realisierbarkeit durch das Team. Hier kann es sinnvoll sein, eigene Ziele auf Unternehmens-, Team- und Mitarbeiterebene gemeinsam zu definieren. Nutze dazu beispielsweise die bewährte SMART-Methode.

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Kein persönlicher Führungsstil

Wer neu als Führungskraft beginnt, hat nur wenig eigenes Know-how zum Thema Führung oder allen Führungsinstrumenten. Einige junge Führungskräfte schauen sich dann den Stil bei einem anderen Vorgesetzten ab. Das Problem ist aber, dass der Stil einer anderen Führungsperson nicht die eigenen Stärken und Schwächen berücksichtigt. So kann niemand der neuen Rolle gerecht werden.

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Tipp: Lerne von anderen Führungskräften, reflektiere aber auch auf deine eigenen Leistungen, Stärken und Schwächen. Hole dir Feedback von anderen Vorgesetzten und von deinem Team ein, um deinen Führungsstil anzupassen. Die Grundsätze einer effizienten Selbstführung lassen sich hierbei perfekt in den Führungsalltag einbauen und auf die Führung von Mitarbeitern übertragen.

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Immer recht haben zu müssen

Wer kennt es nicht? Ein neuer Vorgesetzter hat gerade angefangen, möchte neue Ideen und Abläufe umsetzen, ohne auf anderes Feedback zu hören. Das kann zwar hilfreich sein, um die sogenannte Betriebsblindheit zu überwinden. Mitarbeiter schätzen aber keinen Vorgesetzten, der meint, immer alles besser wissen zu müssen. So entwickelt sich schnell das Bild einer toxischen Führungskraft.

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Tipp: Hohe Selbstständigkeit und Selbstverantwortung sind wichtige Aspekte, aber man muss auch wissen, wann man möglicherweise falsch liegt und Feedback einholen sollte. Lasse deinem Team die Gelegenheit, ihre Bedenken zu äußern und blocke unterschiedliche Meinungen nicht sofort ab. Das schafft Respekt und gibt dir mehr Sicherheit bei schwierigen Entscheidungen.

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Einer unangenehmen Atmosphäre nicht entgegenwirken

Die Atmosphäre am Arbeitsplatz entscheidet ganz erheblich darüber, wie zufrieden, motiviert und produktiv ein Team arbeiten kann. Leider gibt es einige Faktoren, die einer guten Atmosphäre entgegenstehen: unnötiges Mikromanagement, hoher Druck, Konflikte im Umfeld und natürlich eine schlechte Führung, die das alles nicht regeln kann.

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Tipp: Wenn du neu als Führungskraft beginnst, solltest du selbst unter Stress stets einen kühlen Kopf bewahren. Gebe deinen Mitarbeitern die nötige Zeit, sich an dich und mögliche Veränderungen zu gewöhnen. Lasse ihnen ausreichend Freiheiten, werde niemals laut und zeige deine Wertschätzung. Im Bedarfsfall ist ein konstruktives Kritikgespräch immer die bessere Alternative.

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Die eigene Entwicklung vernachlässigen

Wer den Einstieg in die Führung eines Unternehmens geschafft hat, darf sich anschließend nicht ausruhen. Einige neue Führungskräfte machen aber genau das Gegenteil und vernachlässigen ihre weitere Entwicklung. Sie konzentrieren sich beispielsweise auf ihre fachlichen Kenntnisse, wobei soziale Kompetenzen in der modernen Arbeitswelt mindestens genauso wichtig sind.

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Tipp: Stelle von Anfang an die Weichen für deinen weiteren Werdegang, beispielsweise dank professionellem Karrierecoaching. Alternativ kannst du dich natürlich selbst zu verschiedenen Trainings und Seminaren für Führungskräfte informieren. Ein Training deckt in der Regel breite Themen ab, während ein Seminar dich spezifisch auf neue Aufgaben vorbereitet.

Typische Fallstricke beherzigen und dein Team von Beginn an mitnehmen.
Typische Fallstricke beherzigen und dein Team von Beginn an mitnehmen.

Fazit: So startest du neu als Führungskraft durch, ohne die typischen Fehler zu machen

Als neue Führungskraft musst du zu Beginn einen positiven Ersteindruck hinterlassen und im Anschluss auf den richtigen Führungsstil setzen. Lasse deinen Mitarbeitern Freiheiten und Zeit, kommuniziere Veränderungen offen und verzichte nicht auf regelmäßige Selbstreflexion. So vermeidest du im stressigen Arbeitsalltag die typischen Fehler beim Einstieg in deine neue Rolle.

Aber es gibt natürlich noch viel mehr zu lernen. Ein wichtiger Schritt ist dabei die Zusammenarbeit mit erfahrenen Trainern bzw. Coaches, die deine persönliche Entwicklung fördern.

Neu als Führungskraft? Wir helfen dir bei deiner gezielten Führungskräfteentwicklung!

Nutze unser Kontaktformular oder schreibe einfach an unsere E-Mail-Adresse (info@carolinebirke.com).

➡️ Hier geht es zu meinen Programmen.


Häufig gestellte Fragen

Als neue Führungskraft ist eine kurze, authentische Antrittsrede entscheidend, die Wertschätzung, Zuversicht und Offenheit vermittelt. Stelle dich als Mensch und beruflich vor, betone den Wunsch nach Dialog und lade im Folgenden alle Mitarbeiter zu Einzelgesprächen ein.

Wir denken, es ist vor allem die mangelnde Selbstreflexion. Wer die eigenen Stärken und Schwächen nicht kennt oder sich nicht permanent weiterentwickelt, wird an den steigenden Erwartungen scheitern. Die Fähigkeit zum effizienten Kommunizieren ist aber ebenso wichtig.

Wenn du gerade neu als Führungskraft anfängst, musst du den unmittelbaren Zeitraum nach dem Ersteindruck prägen. 100 Tage sind dabei ein praktischer Richtwert, nach denen du selbst ein Zwischenfazit zum Erreichten sowie mögliche Verbesserungspotenziale erkennen kannst.

Du darfst deine weitere Entwicklung nicht aus der Hand geben und musst kontinuierlich an deinen Fähigkeiten arbeiten. Achte auch auf unsere Tipps zur Burnout-Prävention, da viele Phasen deiner neuen Führungsrolle mit hohem Druck einhergehen können.

Ich und mein Team helfen dir dabei, dich (oder deine Führungskräfte & Teams) gezielt aufzubauen. Wir bieten umfassende Coachings, Seminare und Mentorings an, um dich auf die Herausforderungen von Morgen perfekt vorzubereiten.

„Mein Coaching ist eine zielorientierte Reise zur Entfaltung von Führungskompetenzen, die tiefgreifende Veränderungen und nachhaltigen Erfolg ermöglicht. Mit einer wertschätzenden und empathischen Haltung unterstütze ich Führungskräfte dabei, ihre Potenziale zu erkennen und ihre Ziele mit Herz und Verstand zu erreichen.


Dein Leadership Coaching

Wahre Führung besteht für mich nicht darin, von oben zu befehlen, sondern darin, von Herzen zu inspirieren. Andere dazu zu bringen, die Vision zu sehen, an die Mission zu glauben und gemeinsam das Unmögliche zu erreichen.”
Caroline Birke

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Caroline Birke - Leadership Coach

Autor:

Caroline Birke

Position:

Certified Leadership Coach

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