Konfliktlösungsstrategien
Konflikte am Arbeitsplatz sind leider keine Seltenheit, sondern gehören oft zum Alltag im Unternehmen. Insbesondere in stressigen Phasen kann es nämlich dazu kommen, dass Menschen und Teams schnell die Nerven verlieren. Doch mit den richtigen Konfliktlösungsstrategien kannst du selbst schwierige Situationen bewältigen, Meinungsverschiedenheiten zügig adressieren und so die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit schaffen. Wir erklären dir in diesem Artikel, wie du als Fach- oder Führungskraft von einem professionellen Konfliktmanagement profitieren kannst. So trägst du zu einer schnellen Mediation bei und schaffst im Handumdrehen eine Win-win-Situation für beide Seiten.
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Das Wichtigste in Kürze
Konflikte am Arbeitsplatz sind oft ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Doch sie können Spannungen verursachen, unschöne Kommentare fördern und sogar die mentale Gesundheit von Betroffenen belasten. Deshalb musst du als Führungskraft schnell agieren.
Bewährte Konfliktlösungsstrategien helfen dir bei einem methodischen Vorgang. Setze zunächst deinen Fokus auf das Problem, nutze eine strukturierte Gesprächsführung, höre deinen Mitarbeitern zu und vermeide einseitige Schuldzuweisungen. Das schafft Vertrauen.
Zu den am Arbeitsplatz beliebtesten Methoden zur Konfliktlösung gehören das Harvard-Konzept, die gewaltfreie Kommunikation, das Gordon-Modell sowie ein konstruktives Konfliktgespräch. Wir stellen dir in unserem Artikel alle deine Optionen im Detail vor.
Dein Vorteil: Du kannst ebenfalls zur frühzeitigen Vermeidung von Konflikten beitragen, indem du eine angenehme Arbeitsumgebung schaffst. Lebe eine effektive Kommunikation im Team vor und räume Widerstände aus dem Weg. Fördere Zusammenarbeit und Kooperation.

Konflikte am Arbeitsplatz – was können die Ursachen sein?
Es gibt eine Handvoll verschiedener Gründe bzw. Ursachen, die zu Konflikten im Team beitragen können. Wenn du als Führungskraft jedoch den konkreten Hintergrund verstehen und nachvollziehen kannst, bietet dir das eine bessere Ausgangslage zur schnellen Konfliktlösung.
Zu den typischen Konfliktursachen im Unternehmen gehören:
Hoher Stress und kleine Missverständnisse bei der Kommunikation können bereits zur Entstehung von Konflikten beitragen. Mitarbeiter gehen sich dann aus dem Weg, lästern, mobben, streiten und fördern dadurch eine toxische Atmosphäre.
Die Verteilung von Ressourcen am Arbeitsplatz ist eine weitere typische Konfliktursache. Mitarbeitende und Teams sehen sich dann als Konkurrenz, die gegeneinander arbeitet, anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen.
Viele Konflikte gehen auch auf unklare Rollen bzw. eine schwache Führung zurück. Es fehlt eine eindeutige Verteilung aller Verantwortlichkeiten und keine der Konfliktparteien möchte nachgeben oder als vermeintlicher Verlierer dastehen.
Starke Führungsprinzipien und Werte geben die Richtung vor, wie Mitarbeitende und Führungskräfte im Unternehmen agieren sollten. Fehlt es hier an der Transparenz und dem gemeinsamen Verständnis, können schnell Konflikte entstehen.
Im Rahmen einer soliden Strategie spielen realistische Ziele und Kompromisse eine wichtige Rolle. Sonst sind Mitarbeiter und Beteiligte schnell demotiviert, können Entscheidungen nicht nachvollziehen und Konflikte im Team werden gefördert.

Unerkannte Konflikte können im Untergrund weiter schwelen und später eskalieren. Deswegen müssen Fach- und Führungskräfte in der Lage sein, Konflikte am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen. Erst dann lassen sich alle Konfliktlösungsstrategien erfolgreich anwenden.
Benötigst du weitere Informationen zum Thema Konfliktursachen? Dann lies unseren Artikel zu „Wie entstehen Konflikte?“, in dem wir noch detaillierter auf mögliche Ursachen eingehen.
4 Methoden zur Konfliktlösung – das sind die bewährten Strategien
Nicht alle Konflikte lassen sich frühzeitig erkennen und vermeiden, sondern müssen mithilfe einer professionellen Konfliktbewältigung gelöst werden. Du musst als Mediator agieren und alle Parteien mit Respekt behandeln – das ist bei jeder Methode die Basis für erfolgreiches Konfliktmanagement.
Einige Tipps vorab, um durch jedes Konfliktgespräch erfolgreich führen zu können:

Aber es sind natürlich auch konkrete Konzepte bzw. Konfliktlösungsstrategien, die am Ende zu einer schnellen und erfolgreichen Schlichtung beitragen können. Nachfolgend unsere bewährten Methoden und Inhalte, die du zur Unterstützung zur Konfliktlösung im Unternehmen nutzen kannst.
1. Harvard-Konzept mit Fokus auf Win-win-Lösungen
Das bekannte Harvard-Konzept zielt vor allem auf interessenorientiertes Verhandeln und Win-win-Lösungen ab. Es folgen dabei einigen Grundprinzipien: Menschen und Probleme sind zu trennen, stattdessen konzentriert man sich auf Interessen. Anschließend werden gemeinsame Vorschläge mit Vorteilen für beide Seiten entwickelt und mithilfe von objektiven Kriterien fair bewertet.
TippHinter starren Positionen verbergen sich in der Regel weichere Bedürfnisse oder Ängste. Deshalb kann es sinnvoll sein, nach dem „Warum“ hinter einer Forderung zu fragen. So lassen sich Konfliktlösungsstrategien noch besser anwenden bzw. durchsetzen.
2. Gewaltfreie Kommunikation setzt auf Ich-Botschaften
Dieses Konzept baut auf insgesamt vier übersichtliche Schritte auf. In Schritt eins wird die eigene Beobachtung bzw. Perspektive beschrieben. Schritt zwei beschäftigt sich mit dem Ausdrücken von Gefühlen. Schritt drei adressiert, wo man hin will bzw. welche Bedürfnisse es gibt, und Schritt vier schließt mit einer Bitte ab. Das macht die gewaltfreie Kommunikation sehr greifbar.
TippDie gewaltfreie Kommunikation setzt auf Ich-Botschaften, um Vorwürfe zu vermeiden. Achte deswegen darauf, dass es keine Schuldzuweisungen gibt und stelle basierend auf den Erfahrungen und Wünschen aller Beteiligten gemeinsame Lösungen in den Vordergrund.
3. Gordon-Modell und 6 Schritte zur methodischen Konfliktlösung
Auch die sechs Schritte der Konfliktlösung nach Gordon sind weit verbreitet und können entscheidend sein bei Auseinandersetzungen. Dieses Modell ist ein Mix der zwei erstgenannten Methoden und kombiniert den Fokus auf Win-win-Lösungen mit konkreten Ich-Botschaften. Die straffe Strukturierung macht es zu einer sehr methodischen Konfliktlösungsstrategie im Alltag.
TippDas Modell nach Gordon verlangt vor allem nach Kompromissbereitschaft, um Win-win-Lösungen zu etablieren. Kooperation und sich zu entschuldigen sind dabei keine Zeichen von Schwäche, sondern drücken viel mehr die mentale Reife von Beteiligten aus.
4. Persönliches Konfliktgespräch mit nur einer Seite
Konflikte zu lösen, erfordert manchmal auch, einzelne Personen ins gezielte Konfliktgespräch zu holen. Das kann bei einseitiger Kompromisslosigkeit manchmal die einzige Option sein. Das Gute bei dieser Art der Mediation: Die Privatsphäre von Dritten wird gewahrt. Zudem kannst du Vertrauen aufbauen und die nächste Eskalationsstufe im privaten Gespräch frühzeitig abwenden – folge dabei einem klaren Ablauf.
TippUnter den Strategien zur Konfliktlösung ist das persönliche Gespräch eine der letzten Optionen, weil es sich um eine einseitige Verhandlung mit nur einer Konfliktpartei handelt. Das Ergebnis kann aber trotzdem stimmen, sofern du einseitige Argumente herausfilterst.
So schaffst du als Führungskraft ein Umfeld der Konfliktvermeidung
Im Idealfall sind Konfliktlösungsstrategien überhaupt nicht notwendig. Besser ist es, eine Umgebung am Arbeitsplatz zu fördern, die Konflikte gar nicht erst entstehen lässt. Denn die Daten sind klar: Konflikte kosten Geld. Wenn du sie also frühzeitig verhinderst, trägst du zum Erfolg des Unternehmens bei.

So schaffst du einen möglichst konfliktfreien Arbeitsplatz:

Nicht alle Konflikte müssen „auf Teufel komm raus“ vermieden oder begraben werden. Sie können nämlich auch auf sachliche Probleme zurückführen, aus denen es zu lernen gilt. Manchmal trägt so die gezielte Auseinandersetzung zum langfristigen Erfolg des Unternehmens bei.

Fazit: Mit den richtigen Konfliktlösungsstrategien schaffst du im Handumdrehen eine Win-win-Situation für alle Beteiligten
Konflikte im Unternehmen gehören zum Alltag und nehmen oft viel Zeit einer Führungskraft in Anspruch. Deshalb sind effektive Konfliktlösungsstrategien auch so wichtig. Sie geben dir einen strukturierten Ansatz zur Hand, damit du schnell und zuverlässig zu einer akzeptablen Lösung für alle Seiten beitragen kannst. So gibt es am Ende keine Verlierer, sondern ausschließlich Gewinner.
Hast du noch weitere Fragen zu konkreten Konfliktlösungsstrategien oder professionellem Konfliktmanagement als Führungskraft? Dann vereinbare noch heute dein kostenloses Erstgespräch.
Häufig gestellte Fragen
Der Definition nach sind Konfliktlösungsstrategien strukturierte Verhaltensweisen und Methoden, um Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten zwischen Personen oder Gruppen konstruktiv zu beenden. Idealerweise stehen dabei gemeinsame Lösungen von Konflikten im Vordergrund, sodass alle Konfliktparteien profitieren und keine Seite als Verlieren dastehen muss.
Es gibt ein gutes Dutzend an Strategien zur Konfliktlösung, einige davon eignen sich jedoch besser für den Arbeitsplatz als andere. Hierbei gibt es vor allem den Unterschied zwischen theoretischen Grundlagen und praktikablen Anwendungen. Zudem gilt: Konflikte werden oft in anderen Teilen der Welt anders gelöst als bei uns – gesellschaftliche Kriterien spielen also ebenfalls eine Rolle.
Konflikte im Team oder Unternehmen gefährden die Zusammenarbeit und verursachen einen nachweislichen Schaden. So kommt eine Studie des Hernstein Instituts auf ein ernüchterndes Ergebnis: Rund 15 % der Arbeitszeit werden durch Konflikte gebunden. Innerhalb der Führung sind es sogar 30 bis 50 %. Gutes Konfliktmanagement und schnelle Lösungen sind also sprichwörtlich Gold wert.
Wenn du als Führungskraft zur Lösung bzw. Konfliktbewältigung beitragen möchtest, musst du oft als Mediator zwischen den Konfliktparteien agieren. Die Mediation wird häufig zur Lösung von Konflikten ohne Gerichtsverfahren eingesetzt und eignet sich damit hervorragend für den Arbeitsplatz. Trete unparteiisch, strukturiert und lösungsorientiert auf, um gemeinsam einen Kompromiss zu finden.
Die 6 klassischen Strategien der Konfliktlösung nach dem Konfliktforscher Gerhard Schwarz sind das Flüchten, Kämpfen, Nachgeben, Delegieren, Verhandeln und der Konsens. Dabei ist jedoch nur der Konsens (die Einigung) als Win-win-Szenario zu sehen, während alle anderen 5 Strategien mit einem unbefriedigenden Ergebnis enden und mindestens eine Verliererseite benennen.
Das Thomas-Kilmann-Modell verfolgt einen ähnlichen Ansatz und unterscheidet fünf verschiedene Konfliktlösungsstile anhand der zwei Dimensionen: Durchsetzungsvermögen (Ego-Orientierung) und Kooperationswille (Fokus auf andere). Das lässt sich auf einer Matrix abbilden, zeigt aber auch wie bei Gerhard Schwarz, dass die meisten dieser Strategien nicht zum idealen Ergebnis führen.
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„Wahre Führung besteht für mich nicht darin, von oben zu befehlen, sondern darin, von Herzen zu inspirieren. Andere dazu zu bringen, die Vision zu sehen, an die Mission zu glauben und gemeinsam das Unmögliche zu erreichen.“
Caroline Birke
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