Führungsinstrumente: direkte & indirekte Maßnahmen für hohe Motivation
Hoher Stress, laufende Konflikte, niedrige Motivation – als Führungskraft musst du unzählige Herausforderungen im Alltag meistern. Glücklicherweise kannst du auf eine Reihe bewährter und effizienter Führungsinstrumente zurückgreifen. Sie helfen dir dabei, Mitarbeiter positiv zu lenken, ihren Einsatz zu steigern und somit die Leistung im Unternehmen zu maximieren.
Wir erklären dir in diesem Ratgeber, welche Instrumente dir zur Seite stehen und wie du sowohl Motivation als auch Produktivität aller Mitarbeiter im Unternehmen erhöhen kannst.
(Kritikgespräch Ablauf)
Führungskräfte Coaching



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Das Wichtigste in Kürze
- Führungsinstrumente bezeichnen konkrete Werkzeuge und Methoden, um Mitarbeiter zu führen, ihr Verhalten positiv zu beeinflussen und damit am Ende eine Steigerung ihrer Leistung zu erzielen. Es geht also um praktische Tools zur effizienten Mitarbeiterführung.
- Direkte Führungsinstrumente sind schnelle, sofort wirkende Maßnahmen, die sich relativ einfach messen lassen. Hierzu gehören unter anderem die Vorbildfunktion einer Führungskraft, offene Kommunikation, Aufgabendelegation sowie Mitarbeiterentwicklung.
- Indirekte Führungsinstrumente wirken hingegen eher subtil und langfristig, eine konkrete Messung ist deswegen oftmals schwierig. Führungskräften stehen Instrumente wie die Gestaltung des Arbeitsplatzes, Mitarbeiterauswahl und Anreizsysteme zur Verfügung.
- Ein häufig vernachlässigtes Führungsinstrument sind regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern, ob zum Austausch von Feedback, zum Vereinbaren von Zielen oder als Leistungsbeurteilung. Mit den richtigen Tipps leitest du zielführende Gespräche.
- Die Digitalisierung stellt eine weitere Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen. Direkte Führungsinstrumente profitieren von modernen Kollaborationstools, während sich indirekte Führungsinstrumente den Konzepten von New Work anpassen müssen.
Warum sind effiziente Führungsinstrumente so wichtig?
Führungskräfte haben einen signifikanten Einfluss auf viele bedeutende Erfolgsfaktoren im Unternehmen. Sie sind maßgeblich für die Motivation von Mitarbeitern verantwortlich, schaffen eine angenehme Arbeitsumgebung und dienen oft als Vorbild.
Die Gallup-Studie (2024) zur Mitarbeiterbindung unterstreicht ihre hohe Bedeutung:
Führungskräfte sind laut Umfrage zu 70 % für das Engagement am Arbeitsplatz und die Kündigungsbereitschaft ihrer Mitarbeiter verantwortlich.
Lediglich 22 % aller Mitarbeiter sind mit ihrer Führungskraft uneingeschränkt zufrieden, die meisten haben nur wenig Vertrauen in das Unternehmen.
Nur 25 % aller Mitarbeiter erhalten regelmäßiges Feedback von ihrer Führungskraft, obwohl es für ihre Motivation ein entscheidender Faktor ist.
Genau aus diesem Grund sind die richtigen Führungsinstrumente von so hoher Bedeutung: Sie geben dir praktische Werkzeuge und Techniken zur Hand, mit denen du eine effiziente Führung gewährleisten kannst. So motivierst du im Handumdrehen alle Mitarbeitenden im Unternehmen.
Was sind direkte und indirekte Führungsinstrumente?
Die gängige Führungsinstrumente-Definition unterscheidet zwischen direkten und indirekten Instrumenten. Mit direkten Methoden siehst du schnelle Erfolge, weil sie rasch umsetzbar und nahezu sofort messbar sind. Indirekte Führungsinstrumente sind ebenso wichtig, aber schwieriger zu messen, da sie eher unmittelbar und meistens über (lange) Umwege wirken müssen.
➡️ Hinweis: Führungsinstrumente bilden zwar oft einzelne Maßnahmen ab, sie sollten jedoch einem kontinuierlichen Prozess folgen, ob im Unternehmen, in einzelnen Teams oder in Projekten.
Beispiele für direkte Führungsinstrumente
Vorbildfunktion: Eine Führungskraft kann einen starken Einfluss auf Menschen haben, sie motivieren und zur Bestleistung anspornen. Doch hierfür muss sie sich im Unternehmen sichtbar machen und als professionelles Vorbild auftreten.
Offene Kommunikation: Die meisten Mitarbeiter schätzen eine offene Kommunikation und erreichbare Führungskräfte. Informationen sollten transparent an sämtliche Stakeholder kommuniziert werden, auch um Missverständnisse zu vermeiden.
Aufgabendelegation: Ein weiteres wichtiges Mittel ist die Delegation von Aufgaben an die richtigen Mitarbeiter im Team. Das hilft einerseits der eigenen Entlastung, kann andererseits bei kluger Anwendung sogar zur höheren Wertschätzung beitragen.
Zielvereinbarungen: Klare, realistische und messbare Ziele spielen eine entscheidende Rolle zur Maximierung der Leistung eines Mitarbeiters (engl. ‘management by objectives’). Ziele werden häufig von beiden Seiten gemeinsam definiert und abgenommen.
Mitarbeitergespräche: Regelmäßiges Feedback steigert nachweislich die Leistungsbereitschaft. Herausforderungen, Probleme, aber auch Lob und Kritik können ausgetauscht werden. Es sollte keine Einbahnstraße sein – Feedback kann in beide Richtungen gehen!
Mitarbeiterentwicklung: Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung sind in der Praxis ein unverzichtbares Mittel für hohe Motivation und Mitarbeiterbindung. Gute Führungskräfte fördern hierbei vor allem die Mitarbeiter mit wenig Erfahrung.
Beispiele für indirekte Führungsinstrumente
Mitarbeiterauswahl: Bereits die Auswahl neuer Mitarbeiter ist ein wichtiges Führungsinstrument. Ausreichende Qualifikationen bilden dabei nur einen Faktor ab, da Persönlichkeit, Engagement und Teamfähigkeit fast noch bedeutender sein können.
Teambuildings: Wenn sich Mitarbeiter im Team einander vertrauen können, ist das die ideale Grundlage für hohe Effizienz. Eine gezielte Teamentwicklung bringt alle zusammen und hilft beim Kennenlernen abseits des Arbeitsalltags.
Arbeitsplatzgestaltung: Jeder Mitarbeiter benötigt einen angemessenen Arbeitsplatz. So gelten beispielsweise in stressigen Büroberufen eine ruhige Arbeitsumgebung sowie die passende Ausstattung als unverzichtbar, um konzentriert arbeiten zu können.
Regeln & Richtlinien: Klare Regeln und Richtlinien dienen der Übersicht im Unternehmen und innerhalb Teams, um Missverständnisse und Probleme zu vermeiden. Oft werden diese in einem umfassenden Mitarbeiterhandbuch festgehalten.
Anreizsysteme: Leistungs- und Mitarbeiterbeurteilungen sind wichtige Führungsinstrumente, doch dahinter muss auch ein attraktives Anreizsystem stehen. Dazu gehören monetäre Anreize wie Boni und immaterielle Anreize wie Anerkennung und mehr Verantwortung.
Unternehmenskultur: Die Kultur in einem Unternehmen ist oft ein eigenes Kapitel für sich, das praktisch alle vorherigen Punkte zusammenfasst. Hier spielen insbesondere Faktoren wie respektvoller Umgang und angenehme Arbeitsatmosphäre eine wichtige Rolle.
Deepdive – warum Feedback eines der wichtigsten Instrumente ist
Ob Mitarbeitergespräche, Leistungs- oder Mitarbeiterbeurteilungen, regelmäßiges Feedback ist ein unglaublich wichtiges Führungsinstrument. Was die meisten Führungskräfte bereits wissen, wurde durch die zuvor genannte Gallup-Studie (2024) zur Mitarbeiterbindung klar bestätigt. Mit einer Rückmeldung zur eigenen Leistung steigen Motivation und Einsatz gleichermaßen.
Doch das Problem: Nur 25 % aller Mitarbeiter erhalten regelmäßiges Feedback von ihrer Führungskraft. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Motivation und Ergebnisse aus, sondern bremst auch die persönliche Weiterentwicklung. Zudem verlieren viele Unternehmen durch diese Unachtsamkeit qualifiziertes Personal, da Mitarbeiterbindung und Loyalität ebenfalls sinken.
Dabei ist es aber gar nicht mal so schwierig, alle Mitarbeiter zu schätzen und zu fördern.
➡️ Praktische Tipps für Mitarbeitergespräche & Beurteilungen:
- Wiederkehrende Termine sind sprichwörtlich das A und O. In den meisten Unternehmen gibt es zwar festgesetzte Jahresgespräche, doch das ist viel zu wenig. Quartalsgespräche und zusätzliche Entwicklungs-, Feedback- und Konfliktgespräche können sinnvoll sein.
- Gutes Führungsverhalten berücksichtigt bei einem Gespräch den Charakter des Gegenübers. Einige Personen reagieren empfindlich auf Kritik, andere sind schon gedanklich beim Mittagessen. Als Führungskraft muss man hier das nötige Fingerspitzengefühl zeigen.
- Jeder Mitarbeiter freut sich über Lob und Anerkennung für gute Leistungen. Dabei dürfen Führungskräfte nicht in Lobhudelei abdriften, da es die Wirkung schmälert. Zielgerichtete Wertschätzung ist hingegen ein hervorragendes Führungsinstrument.
- Konstruktive Kritik und das Ansprechen von Verbesserungspotenzialen sind ebenfalls unverzichtbar, schließlich ist niemand perfekt. Eine gute Führungskraft geht mit Beispiel voran und holt sich ggf. zunächst Feedback zu sich selbst ab (das öffnet auch das Gespräch).
- Zielvereinbarungen und Leistungsbeurteilungen können natürlich ebenfalls Bestandteil eines längeren Mitarbeitergesprächs sein. In diesem Fall ist es wichtig, das Gespräch strukturiert aufzubauen, um Themen klar zu trennen und Punkte nicht zu vergessen.
Welchen Einfluss haben Digitalisierung und New Work?

In vielen Branchen haben sich Arbeitsweise und Arbeitsalltag aufgrund der Digitalisierung stark verändert. Einerseits haben Führungskräfte durch moderne Kollaborationstools heute eine praktische Hilfe, direkte Führungsinstrumente schnell anzuwenden. Andererseits gibt es neue Herausforderungen, mit denen speziell indirekte Führungsinstrumente zu kämpfen haben.
Direkte Führungsinstrumente & Chancen durch Digitalisierung
Viele direkte Führungsinstrumente profitieren von den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung. So bieten moderne Kollaborationsplattformen wie Teams, Slack, Trello oder Asana gute Möglichkeiten, um Aufgaben effizient zu delegieren oder Informationen besser zu kommunizieren. Gespräche mit Mitarbeitern lassen sich ebenso einfach planen und ortsunabhängig durchführen.
➡️ Tipp: Einige Führungskräfte verfallen dank der hohen Transparenz dem Mikromanagement, obwohl die Digitalisierung genau das Gegenteil bewirken sollte. Es ist wichtig, Mitarbeitern ihren Freiraum zu lassen und sich stattdessen lieber an der (gemeinsamen) Zielvereinbarung zu orientieren.
Indirekte Führungsinstrumente & Herausforderungen durch New Work
New Work bezeichnet nicht nur die Digitalisierung, sondern auch die moderne Arbeitsweise von morgen. In vielen Unternehmen bedeutet das flexible Arbeitszeiten, Remote Work, Globalisierung und Teams, die über mehrere Standorte verteilt sind. Für indirekte Führungsinstrumente kann das mit Hinblick auf Bereiche wie Teamentwicklung und Unternehmenskultur besonders herausfordernd sein.
➡️ Tipp: Teambuildings bzw. Teamentwicklung können in einem solchen Umfeld noch weiter an Bedeutung gewinnen, ob lokal oder online. Sie helfen, Verbindungen zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen. Zudem kann sich das positiv auf die Unternehmenskultur abfärben.
Hier findest du meine persönlichen Coachingangebote für dich.
Fazit: Führungsinstrumente helfen dir, Mitarbeiter zu motivieren und Unternehmensziele schneller zu erreichen
Insbesondere junge oder angehende Führungskräfte haben häufig Schwierigkeiten, Mitarbeiter effizient zu lenken. Dabei stehen ihnen mit direkten Führungsinstrumenten praktische Werkzeuge bereit, die nahezu sofort wirken und eine messbare Leistungssteigerung erzielen können. Indirekte Führungsinstrumente sind ebenso wichtig, auch wenn sie schwieriger umzusetzen und zu messen sind.
Verzichte also nicht auf deine Möglichkeiten und nutze alle Führungsinstrumente, um ideale Arbeitsbedingungen zu schaffen, Mitarbeiter zu motivieren und die Produktivität nachhaltig zu steigern.
Häufig gestellte Fragen
Bei den klassischen Führungsinstrumenten handelt es sich oftmals lediglich um einen anderen Begriff für direkte Führungsinstrumente. Solche Instrumente haben sich zur effizienten Gestaltung und Beeinflussung über lange Zeit bewährt. Es geht also Maßnahmen und Methoden wie die Vorbildfunktion, offene Kommunikation, Zielvereinbarungen und Gespräche mit Mitarbeitern.
Moderne Führungsinstrumente sind schon schwieriger abzugrenzen, da es keine gängige Definition gibt. Es geht aber vor allem um Instrumente, die in Retrospektive an Bedeutung gewonnen haben. Dazu gehören direkte Instrumente wie Gespräche, aber auch viele indirekte wie die Arbeitsplatzgestaltung. Eine klare Trennung zwischen direkten und indirekten Instrumenten gibt es dabei nicht.
Solche Arten von Fragen haben nur selten eine pauschale Antwort, da je nach Unternehmen und Team grundsätzlich alle Instrumente wichtig sein können. Zudem reagiert jeder Mitarbeiter ein wenig anders auf ein jeweiliges Instrument. Ein häufig vernachlässigtes und unterschätztes, aber unglaublich effizientes Instrument sind regelmäßige Gespräche mit Mitarbeitern (siehe oben).
Es gibt 6 Führungsstile: kooperativ, Laissez-faire, situativ, partizipativ, patriarchalisch. Sie unterstreichen, in welcher Art ein Führungsinstrument umgesetzt wird. So kann zum Beispiel eine Zielvereinbarung gemeinsam (kooperativ) oder Top-Down erfolgen (patriarchalisch). Persönliche Stärken der Führungskraft sowie Unternehmenskultur spielen bei der Wahl eine wichtige Rolle.
Der Begriff Führungsmittel dient häufig nur als Synonym für Führungsinstrumente. Es geht also im Wesentlichen um die gleichen Inhalte: direkte und indirekte Führungsinstrumente. Einige Definitionen umfassen darüber hinaus konkrete Kommunikationsmittel zur Erreichung von Mitarbeitern wie Rundschreiben, Plakate und persönliche Briefe.
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Dein Leadership Coaching
“Wahre Führung besteht für mich nicht darin, von oben zu befehlen, sondern darin, von Herzen zu inspirieren. Andere dazu zu bringen, die Vision zu sehen, an die Mission zu glauben und gemeinsam das Unmögliche zu erreichen.”
Caroline Birke
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